Reizdarmbehandlung

Leaky Gut- Syndrom, Owergroth-Syndrom (SIBO) und Collitis ulcerosa 

Verdauungsstörungen gehören in unserem „Lebensraum“ zu den häufigsten Beschwerden. Schätzungen gehen davon aus, dass jede dritte Person regelmässig mit Blähungen, Bauchschmerzen, Magendruck, Magenbrennen, Aufstossen, Verstopfung und Durchfall zu kämpfen hat. In den meisten Fällen liegt keine Erkrankung im eigentlichen Sinn zu Grunde. Oft handelt es sich um funktionelle Beschwerden, aber dennoch gibt es verschiedene Gründe, welche zu diesen Symptomen führen. Der Darm kann auch Ursache für Müdigkeit, Depression, Vitaminmangel, Anämie, Kopfschmerzen, Allergien, Ekzeme, Fettleibigkeit sein. Bei vielen Symptomen denkt man gar nicht an den Darm, da dieser in der Regel nur mit Verdauungsproblemen in Verbindung gebracht wird. 

Reizdarmbehandlung

Behandlung bei Reizdarm

Nebst einem ausführlichen Gespräch werden in meiner Praxis mithilfe diagnostischer Hilfsmittel (Global Diagnostic, kinesiologische Tests, Laboruntersuchungen, Zungen- Irisdiagnose) die Ursachen ermittelt.
Die ganzheitliche Behandlung der Beschwerden erfolgt auf Basis meiner Diagnostik mit Ernährungstherapie, Bioresonanz, Allergiebehandlung, Prä- und Probiotika, Nahrungsergänzungen, Ausleitverfahren und Naturheilmittel.

Reizdarm, Darmerkrankungen - Häufige Ursachen:

  • Bakterielle Fehlbesiedlung des Dünn- oder Dickdarms
  • Intoleranzen und Pseudoallergien (z.B. Histamin- Fructose- und Laktoseintoleranz)
  • Falsche Ernährung, Nahrungsmittel die den Darm belasten
  • Stress und Überforderung
  • Fehlerhafte Aufspaltung der Nahrung (Enzymmangel)
  • Lifestyle (Bewegungsmangel, Genussmittel)

Was ist eigentlich ein Reizdarm?

Beim Reizdarm oder Colon irritabile handelt es sich um funktionelle, nicht entzündliche Darmbeschwerden. Das Reizdarmsyndrom ist eine der häufigsten Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes: 10 bis 15% der erwachsenen Bevölkerung sind davon betroffen. Typische Beschwerden sind Bauchschmerzen, veränderte Stuhlgewohnheiten (chronische Verstopfung, Durchfall oder abwechslungsweise beides) sowie Blähungen. Den Beschwerden liegt eine funktionelle Störung des Magen-Darm- Traktes zugrunde. Das Reizdarmsyndrom hat oft einen langjährigen Verlauf, wobei die Intensität der Beschwerden individuell verschieden ist und auch im zeitlichen Verlauf starken Schwankungen unterliegt. Frauen sind etwa zweimal häufiger betroffen als Männer. Die Ursachen können sehr vielfälltig sein. Ernährungsfehler, Intoleranzen, eine Fehlbesiedlung von Firmicutes Bakterien, Medikamente, hormonelle Ursachen, Stress, psychische Faktoren.

Leaky Gut- Syndrom

Übersetzt handelt es sich um einen durchlässigen Darm oder löchrigen Darm. Eine intakte Darmschleimhaut schützt den Körper und Darm vor Giftstoffen und Krankheitserregern. Ist diese natürliche Barriere gestört, kommt es im Verlauf zu durchlässigen Stellen auf der Darmoberfläche. Durch diese Lymphspalten gelangen Toxine (Giftstoffe) und andere unerwünschte Substanzen in den Blutkreislauf.  Das Immunsystem reagiert darauf mit entzündlichen Prozessen und auch allergischen oder pseudoallergischen Reaktionen. Hinweise auf ein Leaky Gut Syndrom sind demnach häufig auch Blähungen, Durchfälle, Müdigkeit, sinkende Leistungsfähigkeit. Was sehr häufig beobachte wird; immer mehr  Nahrungsmittel werden als unverträglich eingestuft. Dies ist ein wichtiger Hinweis auf Leaky Gut. Das Immunsystem richtet sich gegen vermeintlich unproblematische Nahrungsmittel. Patienten berichten oft, dass sie nicht mehr Wissen was sie essen sollen bzw. was vertragen wird.

Mit der Stuhlanalyse (Microbiomanalyse) lässt sich ein Leaky Gut diagnostizieren. Die Erkrankung ist gut therapierbar.

SIBO (small intestinal bacterial owergroth)

Dabei handelt es sich um eine Fehlbesiedlung von Bakterien im Dünndarm. Im Normalfall verhindert eine Klappe, (Ileozökalklappe), dass Bakterien vom Dickdarm in den Dünndarm gelangen. Beim SIBO gleicht das bakterielle Mileu im unteren Dünndarm jenem des Dickdarms. Dies entsteht durch eine fehlende oder nicht richtig funktionierende Ileozökalklappe. Hinzu kommt, dass bei diesen Patienten die Motilität (Darmperistaltik) und die Magensäureproduktion gestört sind. Hier ist auch an jene Patienten zu denken, welche Säureblocker über längere Zeit einnehmen. Die Symptome des SIBO ähneln jenen des Reizdarms und lassen sich rein klinisch schwer davon abgrenzen. Tendenziell ist man eher verstopft. Es zeigen sich öfter auch Malabsorptionen von Fetten. Kohlenhydratreiche Kost fördern die Symptome wie Blähungen und Flatulenz. Auch hier kann eine Ernährungsumstellung auf fermentierarme Kohlenhydrate (FODMAP) die Beschwerden etwas lindern. Ein Hinweis auf SIBO kann eine Antibiotikabehandlung geben. Wenn Patienten mit Darmbeschwerden nach einer Antibiose keine Beschwerden mehr haben, deutet das stark auf SIBO hin. Schulmedizinisch beinhaltet die Behandlung von SIBO eine Antibiotikatherapie.

SIBO kann mit einem Atemtest diagnostiziert werden.